Gesetzliche Regelungen für den Aufzugsbetrieb

Wer Aufzüge betreibt, muss viele rechtliche Pflichten kennen und erfüllen: Diese ergeben sich aus Europäischen Normen, Bundesgesetzen, Landesgesetzen, Verordnungen, Arbeitsschutzbestimmungen und mehr.

Hier finden Sie Auszüge der wichtigsten Betreiberpflichten rund um Aufzugsanlagen. Wir behalten auch dabei den Überblick und beraten Sie gerne persönlich. Denn für Vieles, was sich kompliziert anhört, haben wir eine überzeugende Lösung.

Aufzugsnorm EN81-20/50

 

Seit 1. September 2017 sind die neuen Aufzugsnormen für mehr Sicherheit und Fahrkomfort verbindlich umzusetzen, um Personen und Sachen vor Unfallgefahren noch besser zu schützen.

Aufzugsnorm EN81-20/50

Die neuen Normen EN 81-20 und EN 81-50 wurden 2014 vom Europäischen Komitee für Normung CEN verabschiedet und ersetzen damit die bisherigen Normen EN 81-1 und EN 81-2. Sie sind zwar bereits gültig, werden aber erst zum 1. September 2017 verbindlich. Bis zum 31. Juli 2017 kommt eine sogenannte Übergangsfrist zur Anwendung. Bis dahin sind sowohl die bisherigen als auch die neuen Normen gültig.

Beide Normen betreffen Personen- wie auch Lastenaufzüge. Die EN 81-20 definiert neue technische Anforderungen für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen. Die EN 81-50 regelt Bestimmungen zur Gestaltung, Berechnung sowie Prüfung von Aufzugskomponenten. Ein Großteil der neuen Vorgaben für die Konstruktion von Aufzügen betrifft das Thema Sicherheit.

Die Neuerungen bringen u.a. bessere Bremssysteme, stärkere Kabinenwände, größere Schutzräume sowie einen engmaschigen Lichtvorhang an den Türen, der das Einklemmen verhindern soll.

Die wichtigsten Änderungen der neuen Norm EN 81-20/50

  1. Bessere Bremssysteme: Ein zusätzliches Sicherheitssystem schützt vor unbeabsichtigten Kabinenbewegungen bei geöffneten Aufzugstüren
  2. Die Verriegelungen an den Kabinentüren stellen sicher, dass sich die Türen nur in der Türzone öffnen und vermeiden so Unfälle durch Selbstbefreiungsversuche
  3. Erhöhter Brandschutz: Die Kabinen sind künftig noch resistenter gegen Feuer.
  4. Stärkere und festere Kabinenwände und Türen: Sie sorgen für mehr Sicherheit und eine ruhigere Fahrt.
  5. Engmaschiger Lichtvorhang: Er verhindert das Einklemmen von Fingern im Türbereich.
  6. Hellere Kabinenbeleuchtung: Sie verringert die Stolpergefahr, insbesondere bei Menschen mit verminderter Sehfähigkeit.
  7. Mehr Sicherheit für das Wartungspersonal: Dafür sorgen vergrößerte Sicherheitsräume auf dem Fahrkorbdach und in der Schachtgrube, eine hellere Schachtbeleuchtung sowie eine Inspektionssteuerung in der Schachtgrube. 

Haushahn bietet Planungssicherheit

Für die österreichischen Kunden bringt diese vorzeitige Umsetzung der neuen Aufzugsnormen viele Vorteile: So erfüllen sämtliche neuen Anlagen von Haushahn bereits heute einen Sicherheitsstandard, den andere gegebenenfalls erst bei einer Aufzugsmodernisierung realisieren können. Hinzu kommt: Bei Bauverzögerungen, die das Inverkehrbringen der Aufzugsanlage bis zum 31. August 2017 verhindern, kann ein nach alter Norm geplanter und eingebauter Aufzug nicht mehr gesetzeskonform in Verkehr gebracht werden. Wer Planungssicherheit will, sollte sich schon heute für eine Lösung nach EN 81-20/50 entscheiden. 

 

Aufzüge-Sicherheitsverordnung

Seit 20.04.2016 ist diese Verordnung des BMWFW (BGBl. II Nr. 280/2015) in Kraft und setzt die Aufzugs-Richtlinie der EU (Richtlinie 2014/33/EU) in österreichisches Recht um.

Weitere Informationen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).

Das BMWA hat mit 23. 12. 2008 eine Kundmachung (BGBl. II Nr. 494/2008) veröffentlicht, die unter anderem Informationen über die Vorgehensweise enthält, wenn Aufzüge in Aufzugsschächten mit verringerten Freiräumen oder Schutznischen (obere und untere Schutzräume) installiert werden sollen.
Weitere Informationen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).

Hebeanlagen-Betriebsverordnung

Seit 1.8.2009 ist diese Verordnung des BMWA (BGBl. II Nr. 210/2009) in Kraft und gilt für gewerblich bewilligte Aufzugsanlagen, ersetzt somit die STPAV. In einer Novelle vom 17. September 2014 wurde u.a. die Betriebskontrolle neu geregelt.

 

Weitere Informationen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).

Maschinen-Sicherheitsverordnung

Diese Verordnung des BMWA (BGBl. II Nr. 282/2008) trat mit 29. 12. 2009 in Kraft, betrifft u.a. Aufzüge mit einer Geschwindigkeit von ≤ 0,15 m/s und enthält grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zur Ausschaltung von Gefährdungen, die von der Beweglichkeit von Maschinen ausgehen.

Weitere Informationen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).