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Neue Aufzugsnorm EN81-20/50 >
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27.12.2015
Von: Peter Tajmer

Maßanzug für Steyr


14 Seile

Helden der Arbeit

Wolfgang Kernbichler hat schon vieles erlebt in seiner 25jährigen Berufszeit. Er könnte sogar ein ganzes Buch darüber schreiben, sagt er. Ein Kapitel wäre sicher dem aktuellen Auftrag im BMW-Motorenwerk in Steyr gewidmet. Mitte 2014 war der Auftrag unter Dach und Fach. Zwei Lastenaufzüge sollten in der erweiterten Fertigungshalle montiert werden. Einer mit einer Tragkraft von mehr als 8.750 Kilogramm. Das war kein Produkt „von der Stange“, alles musste von Grund auf konstruiert und berechnet werden. 26m Förderhöhe, 7 Etagen, davon eine Durchladehaltestelle, denn in der hohen Fertigungshalle wird auf zwei Ebenen gewerkt. Innerhalb von knapp einem Jahr mussten dafür die Pläne gezeichnet, das Material bestellt und der „Maßaufzug“ geliefert und montiert werden. Das ist mittlerweile geschehen, der TÜV hat den „schweren Jungen“ bereits abgenommen. Dann wurde der zweite Lastenaufzug in Angriff genommen mit 4.000 Kilogramm Tragkraft. 

 

Also sind jetzt zwei Montagepartien gleichzeitig vor Ort, da parallel gearbeitet wird, um den Termin einhalten zu können. Und natürlich auch doppelt so viele Hebe- und Montagewerkzeuge, Kettenzüge etc. „Wir schaffen das, da bin ich felsenfest davon überzeugt“, ist Montageleiter Kernbichler optimistisch.

Haushahn ist bekanntermaßen Experte für Spezialaufzüge. Das nächste Projekt: „Eine trapezförmige Kabine. Da das kein Neubau ist, sondern in einem bestehenden Schacht eingebaut werden muss, kann mit dieser Konstruktion eine verbesserte Förderleistung erreicht werden“, erklärt der Fachmann. „Natürlich sind dann solche Spezialanfertigungen etwas teurer.“ Kernbichler Hoffnung für die Zukunft: Dass man in Österreich das Schweizer Modell übernimmt. Dort wird nach einer Ausschreibung der Bestbieter ausgewählt, der eine Reihe von Standards erfüllen muss, nicht der Billigstbieter. „Bei öffentlichen Ausschreibung wird das hier ja in der Regel auch so gemacht, aber das sollte bei allen Ausschreibungen so gehandhabt werden“, sagt Wolfgang Kernbichler.